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Container - die Geschichte
Kaum jemand vermag zu glauben, dass die Geschichte der Container
vor gerade mal etwas über fünfzig Jahren seinen Anfang nahm. Als
Vater des Containers gilt der US-Amerikaner Malcolm McLean (1913 -
2001), der am 26.04.1956 mit der Ideal X, einem umgebauten Tanker,
die ersten knapp sechzig Einheiten von Newark (New Jersey) nach
Houston (Texas) beförderte. Bereits 1937 ärgerte sich der damals 24
jährige Spediteur und LKW-Fahrer über die Dauer der Entladung
seiner mit Baumwolleballen beladenen LKWs. Die Ballen wurden
umständlich vom LKW entnommen, umverpackt, zwischengelagert und
dann auf ein Schiff gehievt. Die Idee den LKW komplett auf das
Schiff zu verladen keimte auf - sie wuchs durch Vereinfachung
zunächst nur den Trailer zu verladen bis zur Idee eine Stahlbox vom
LKW auf das Schiff und umgekehrt einzusetzen.
Von der Idee bis zur ersten Umsetzung dauert es fast zwanzig Jahre.
McLean fand keine Investoren für sein Projekt und baute ab 1934 ein
sehr erfolgreiches Logistikunternehmen mit fast zweitausend
Fahrzeugen auf, das er schließlich 1955 veräußerte. Mit dem Geld
erwarb er eine kleine Reederei und damit den Grundstein zum ersten
Containerschiff der Welt. Dem Widerstand der Gewerkschaften und
anderen Spediteuren, die eine Zerstörung des lukrativen
Stückgutgeschäfts und Massenentlassungen in den Häfen erahnten
trotzend baute McLean einen Tanker um und transportierte am
26.04.1956 die ersten knapp sechzig Einheiten zwischen Newark und
Houston. Sein Traum von einer geschlossenen Transportkette zu
Land, zu See und auf Schienen begann sich zu erfüllen.
Erst zehn Jahre später, am 02.05.1966 legte das erste
Containerschiff in Europa im Rotterdamer Hafen an. Vier Tage
später erreichte es am 06.05.1966 Bremen.
Malcolm McLean war kein Visionär der Globalisierung - er war ein
genialer Ökonom mit Weitblick, Zielstrebigkeit und einer Mannschaft
an sehr guten Ingenieuren. Seine Idee war und ist so simpel wie
genial - es ist die Idee von der weltweit genormte
Verpackungseinheit in der Logistik, unabhängig von der eingesetzten
Beförderungstechnik die als ungeöffnete Einheit vom Absender zum
Empfänger transportiert werden kann. Seinem ökonomischen Verstand
und seiner Vorstellung von günstigen Frachtraten verdanken wir
heute bezahlbare Waren aus aller Welt.
Über 95% des weltweiten Handels wird heute im Container abgewickelt,
dessen erste Normierung mit der ISO 668 im Januar 1968 vorgenommen
wurde. Knapp über vierzig Jahre ist es also erst her, als die
Weltformel der Logistik definiert wurde. Die Außenmaße der
Container sind seitdem mit 20ft x 8ft x 8,5ft (ca. 6,06m x 2,44m x
2,59m) bzw. 40ft x 8ft x 8,5ft (ca. 12,19m x 2,44m x 2,59m)
festgelegt und bilden so das Fundament des modernen Handels.
Die Abkürzung TEU (twenty-foot-equivalent) ist zum gängigen Maß für
Ladekapazitäten von Schiffen, Häfen und allg. Umschlagzahlen
geworden. Heute werden geschätzt weit über 100 Mio. Container pro
Jahr rund um den Globus geschickt. Neueste Generationen von
Containerschiffen haben Kapazitäten jenseits 14.000 TEU und noch
größere sind bereits in Planung.
Es gibt heute diverse Variationen bei der Dimension des Containers
- gängig sind Längen von 45ft, HighCube - Höhen von ca. 2,9m,
Breiten mit 2,5m. für Europaletten sowie kleinere Einheiten mit
10ft und weniger. Ebenso gibt es heute diverse, elektro- wie
bautechnische Variationen wie Kühlcontainer, Baucontainer,
IB-Container für Flüssigkeiten, etc. Die Grundidee ist aber seit
Malcolm McLean gleich geblieben - die Einheiten sind
genormt, intermodal transportierbar und stapelbar.
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